Heile, heile Segen…

Und mal wieder hatte ich ein Büchlein, das in einem desolaten Zustand zu mir kam. Es war eine kleine Broschur, klammergeheftet, doch komplett in Lagen auseinandergefallen und vom Umschlag gelöst, an dem noch die ausgehärteten Hartleimreste klebten.

Ich begann damit, die einzelnen Lagen zu enteisen. Dieser Begriff beschreibt den Vorgang, die metallenen Klammern zu entfernen. Dies‘ geschieht nicht nur aus Gründen der anschließenden Fadenheftung, auch weil der Rost über die Zeit das Papier zerfrißt. Nachdem alle Klammern heraurausgenommen waren, ging es ans Heften der Lagen.

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Nachdem der Block fertig geheftet ist, wird der Rücken abgeleimt. Hierfür verwendete ich Kleister. Bei diesem Vorgang wird der Leim auf den Buckrücken aufgetragen und zwischen die Lagen massiert, wodurch die Lagen zusätzlich noch verbunden werden.

Während der Buchblock trocknet, widmete ich mich dem Umschlag und seinen Kleberesten. Ich hatte einige Messer zur Auswahl, entschied mich aber erst für Zahnarztbesteck, um das Grobe abzuschaben, danach schnitt ich mit dem Skalpell die Reste ab. Da durch diesen Prozeß das Papier des Umschlages ausgedünnt wurde, habe ich danach den Rücken mit einem Papierstreifen verstärkt.

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Nachdem Umschlag und Block an- bzw. getrocknet waren, habe ich beide zusammengehängt, sprich, den Buchblock mit dem Umschlag verbunden. Zum Pressen mußten mal wieder meine Bücher herhalten, die mit ihrem Gewicht auf dem Broschürchen lasten sollten.

Und das Ergebnis sieht nun so aus:

Live. Love. Be. Believe.

Eure Shaakai.

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