Die Frankfurter Buchmesse Tag 1

So, Tag 1 ist vorbei und neben einem starken Kopfweh bringe ich auch noch Schmerzen im Fuß und eine Erschöpfung mit, die ich lange nicht mehr verspürte. Ja, so ein Tag auf dem Messegelände, wenn man von einem Event zu nächsten springt, kann schon anstrengend sein.

Die Buchmesse

Pünktlich um 9 betrat ich die Eingangshalle des Messegeländes, hatte aber zuvor auf dem Weg mit zwei thailändischen Verlegern sprechen können. Auch wenn die Verständigung eher holprig war, so gaben wir uns Mühe und ich konnte ein wenig über das thailändische Buchwesen erfahren und das Thailänder ganz verrückt nach Fantasy-Literatur sind.
Zum Glück war es dieses Jahr das dritte Mal, dass ich auf dem Messegelände herumwuseln konnte, sodass ich mich heute nur seltenst wirklich glorreich verlaufen konnte und das, obwohl die Messe nach eigenen Angaben noch größer aufgezogen war als die letzten Jahre. Über 7000 Aussteller aus 100 Ländern und insgesamt über 3500 Aufführungen und Events an den fünf der Tagen der Messe sollen anberaumt sein. So habe ich mir ersteinmal fix einen Überblick über das Gelände verschafft und bin besonders die Fachbuchhalle und die (Non-)Fictionhalle abgegegangen.

Terézia Mora

Dann begann halb 10 der erste Vortrag, vom Springer Verlag initiiert, der das wichtige und aktuelle Thema (Cyber-)Mobbing behandelte und die beiden Autorinnen und Fachfrauen zum Thema Frau Schuster und Frau Dr. Katzer zu Wort kommen ließen, die einen Abriss über Ursachen und Theorien, sowie Lösungsansätze für Mobbing in Schulen und Internet gaben. Dabei scheint vorallem Frau Dr. Katzer als kompetente Ansprechpartnerin mit ihrem im Springer Verlag erschienen Buch »Cybermobbing – Wenn das Internet zur W@ffe wird« ein lesenswertes und aufschlussreiches Werk zur Verfügung zu stellen.

Dann flitzte ich weiter zum Durchgang Halle 5/6, um bei der Aufzeichnung des Blauen Sofas dabei sein zu können, bei der die Buchpreisgewinnerin Terézia Mora mit ihrem Gewinnerbuch »Das Ungeheuer« über ihr Leben in Ungarn und Deutschland, ihre Tätigkeit als Schriftstellerin und das Buch redete. Dabei bekam man richtig Lust auf das Buch und hätte es sich sicherlich gekauft, wenn man nicht anschließend zum Taditionsevent auf der Buchmesse im Forum gegangen wäre: Best of Druckfrisch mit Dennis Scheck, einer der bekanntesten und von mir auch sehr geschätzen Literaturkritiker in Deutschland. Nach dem obligatorischen Verriss des Bestsellers des Jahres, »Shades of Grey« und einem ironisch-amüsanten Kommentar zum Leseverhalten der Deutschen, kam der Buchpreisgewinner an die Reihe und Dennis Scheck hatte nicht viele lobende Worte für dieses Buch und die Autorin übrig. Das war schon etwas skurril…

Während viele Messebesucher nun ihr verdientes Mittagspäuschen machten, setzte ich mich in den Buchmesse-Talk Was ist Bildung wert? , die vom Sender Phoenix aufgezeichnet und am Samstag um 13 Uhr ausgestrahlt wird, und in dem eine Stunde mit dem Springer CEO Derk Haank über den Verlag, die finanzielle Lage und die Publikationen gesprochen wurde. Viel Neues kam dabei nicht ans Licht und die Diskussion, zu der extra auch Studenten von der Frankfurter Business School eingeladen wurden, zog sich dann doch mehr in die Länge und wirkte auf die meisten Zuhörer wohl eher einschläfernd als wirklich interessant, was auch der mangelhaften Akustik geschuldet sein kann, denn ab Reihe Zwei verstand man immer weniger von dem Gespräch und musste seine Lauscher wirklich trimmen, um aus dem Umgebungslärm noch die Worte der Sprecher wahrnehmen zu können.

So langsam doch recht fußlahm und erschöpft beschloss ich, noch zum Stand von ARTE zu gehen und mir das Gespräch zum Thema Literaturkritik heute anzuhören, in dem die brasilianische Übersetzerin Kritina Michahelles und der russische Übersetzer Michail Rudnizkij über die jeweilige Literatur- und Kritiksituation in ihren Heimatländern sprachen – eine sehr aufschlussreiche, interessante und auch amüsierende Debatte entspann sich.

Jetzt werde ich noch eine Mütze voll Rihe und Schlaf nehmen, um mich morgen gegen 8 wieder in den Zug nach Frankfurt setzen zu können und den nächsten, den Tag 2 der Buchmesse beginnen zu können. Der Terminplan ist so voll wie eh und je.

 

Live. Love. Be. Believe.

Eure Shaakai

Advertisements

Schreibe einen Kommentar.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s