Was tun mit Büchern, die niemand – wirklich niemand – mehr haben will?

Gute Frage.

»50 Shades of Grey« scheint derzeit zu so einem Problemfall zu werden. Der Hype um den Fanfiction-Softporno ebbt so langsam aber sicher ab und Millionen herrenloser, ausgelesener oder ungeliebter Exemplare suchen ein neues Zuhause in den Bücherregalen der Menschen.

Aber niemand will die Wälzer der Trilogie mehr haben. Sie werden irgendwo liegen gelassen oder an Charity Shops und Second-Book-Läden weitergegeben. Aus den Augen, aus dem Sinn. Jetzt klagen diese Läden über die Buchflut und dass die Bücher sich langsam aber sicher stapeln. Nicht einmal mehr geschenkt würde man das »Heftchen« nehmen wollen.
Und mit dem Recycling sieht es auch eher schlecht aus: der Klebstoff, der zur Bindung verwendet wurde, macht eine Wiederverwertung unmöglich.

Also: was machen mit einer Papierflut, die niemand aufnehmen will?

(Artikel auf süddeutsche.de)

 

Live. Love. Be. Believe.

Eure Shaakai

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8 Kommentare zu “Was tun mit Büchern, die niemand – wirklich niemand – mehr haben will?

  1. Verbrennt die Bücher! 😀
    So wie eins Hitler gemacht hat, das waren wohl auch solche Exemplare hihi
    Naja, Du kannst ja in den vielen Forum die mal verschenken und dann noch hier, und vielleicht nehme ich die dann noch, aber nur, wenn ich vorher paar Infos krieg.
    Ansonsten würd ich einfach sagen – Bücherei, die nehmen bestimmt jeden Scheiß 🙂
    Oder gib sie einer deiner unliebsamen Freunde, so als neckendes Geschenk, wenn Du jemanden ein reinwürgen willst. 🙂
    Aber ich glaube Shaakai hat keine Feinde 🙂 Naja, jedenfalls nicht so viele ;))

    Liebe Grüße, Gregor

    • Ich wollte auch schon leise anmerken: »Wenn’s nur am Kleber liegt, verbrennt es. Bringt noch ein bisschen heimelige Wärme« ^^ – aber stell dir mal den Aufschrei vor, der dem folgen würde. Bücherverbrennung, ein schlimmes Wort. Und das noch von einer, die sich selbst als bibliophil bezeichnet ^^.

      Oh nein, du willst nicht die armen Büchereien noch damit belasten, oder? Nein, Büchereien sortieren zum Teil auch schon ganz extrem. Du musst ja auch bedenken, dass sie nur bestimmtes Budget und meist geringe Lagerkapazitäten haben.
      Ich selbst habe diese Bücher nie gelesen, besitze sie nicht und werde gaaaanz sicher auch keine davon aufnehmen, egal wie sehr sie um Asyl betteln 😛
      Und was meine Feinde angeht: keine Ahnung, wie viele sich da im Busch versteckt halten.

      Danke für deinen lieben Kommentar und dir noch einen schönen Abend!

      Shaakai

      • Hihi, lass dich nicht von anderen einengen.
        Ja, das wäre das Verbrennungsmaterial, besser als Kohle 😀
        Wo doch Kohle bald alle ist, dann müssen langsam die Bibliotheken her halten 🙂
        Ja, meine Bücherei ist so voll, dass die Bücher schon auf dem Boden liegen 🙂
        Bitte keine Asylanten mehr hehe
        Bitte schön, bin immer bereit etwas zu sinnieren und Bücher in den Dreck zu ziehen 😉 hehe

        Liebe Grüße und dir auch schönen Abend, ob wohl man ja schon sagen sollte Gute Nacht 🙂
        Gregor

  2. öffentliche, in der nachbarschaft umherstehende bücherschränke. bei uns in der nachbarschaft steht einer. ich bringe da immer wieder was hin und wundere mich darüber, wie schnell die bücher weggehen. das macht auch spaß zuzuschauen: „hat sich das buch schon jmd genommen?“ so tut man was gutes und hat nciht das unbequeme gefühl, das mich überkommt, wenn ich bücher wegschmeiße

    • Das stimmt – für Bücher, die auch noch gesucht werden, sind solche Bücherschränke immer eine gute, sinnvolle Sache, wenn es aber zum »Müllabladeplatz« missbraucht wird, halte ich es nicht mehr für akzeptabel.
      Und leider scheinen sich solche Massenbücher irgendwann dazu zu entwickeln. Ich muss sagen, von dem schlechten Gefühl, ein Buch wegzuwerfen, habe ich mich vor einiger Zeit gelöst. Es im Grunde nur bedrucktes Papier und es gibt für mich einfach bestimmte Parameter am Buch, die ausschlaggebend sind, ob ich es behalte oder nicht und wenn nicht, wie ich mich davon trenne. Dass das Buch einfach ein Buch ist, gehört nicht dazu. Dafür habe ich in meiner Lehre schon zuviel an Buchseiten oder ganzen Büchern ohne Herzschmerz dem Papierkorb übergeben ^^.
      Aber du hast Recht – um nochmal auf deinen Beitrag zurückzukommen – man tut mit einer Bücherspende bestimmt auch etwas Gutes und wer weiß, wieviele Menschen gerade dieses Buch suchten.

  3. Huch, diese Zeitungsmeldung ist mir bisher entgangen. Schon etwas traurig für den Autor, wenn die Leute die Bücher schnellstens wieder loswerden wollen. Ganz ähnlich habe ich das mit „Der Geschmack der Apfelkerne“ bei eBay beobachtet: zuerst haben sich alle um die günstigeren (gebrauchten) Exemplare gekloppt, nun gibt es im Schnitt fünfzig Angebote für je 1 Euro. Typischer Fall von Trend- oder Saisonware. LG, Lea

    • Manchmal frage ich mich aber auch, wieviele Autoren es wirklich interessiert, was der kaufwillige Leser nachher mit dem Buch macht. Ich denke, in einem Fall wie dem von »Shades of Grey« geht es einfach darum, einen Markt mit irgendeiner Ware profitabel abzuschöpfen – ob der Leser nachher mit den Büchern ein Tischfeuer macht, ist da herzlich egal. Aber um eine handfestere Aussage zu haben, sollte man wohl die Autorin selbst fragen ^^.
      Dass es auch so bei »Der Geschmack der Apfelkerne« (ein Buch, das ich zugegebenermaßen nie las) war, wusste ich nicht, aber du hast vollkommen recht: daran erkennt man zumeist die, wie du so schön sagst, Saisonware.

      • Hi Shaakai,
        den betreffenden (Bestseller) Autoren dürfte das wahrscheinlich schnurz sein, so lange sie Geld mit den Büchern verdienen. Und wenn es alle gelesen haben, macht man eben einen Film draus! Der Gipfel ist dann noch, wenn sie einen Hitfilm in zwei Teile trennen und einzeln vermarkten…diese Unsitte kenne ich noch nicht lange. Als idealistisch(?) eingestellter Autor würde ich mir wünschen, dass der Leser das Buch im Schrank behält oder es verschenkt/weitergibt. Aber vielleicht sollte man nicht meckern, so lange die Leute überhaupt was lesen! =)
        Liebe Grüße,
        Isabella ♥

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