Moderne Zeiten

Es ist erstaunlich, inwieweit die neuen sozialen Medien unser Leben beeinflussen.

Worauf ich hinauswill? Als ich gestern wieder bei Facebook herumstromerte und auf diversen Profilen von Verlagen und Autoren war, begann ich darüber nachzudenken, ob ein Autor, der bekannt werden will, dieses Ziel auch ohne (exzessiven) Einsatz der sozialen Medien schaffen kann. Wenn ich sehe, dass Autoren eigene Blogs betreiben, auf Twitter Statusnachrichten verfassen, auf Facebook ein Autoren- und Privatprofil unterhalten und auch auf anderen (Buch-)Plattformen versuchen, um mit dem potentiellen Leser in Kontakt zu kommen, frage ich mich, ob das wirklich alles nötig ist.

Leider ja.

Wir erwarten es – wir erwarten, dass sie (und damit spreche ich nicht nur die Buchbranche und ihre Vertreter an) jederzeit und überall erreichbar sind. Vielleicht, weil es auch von uns erwartet wird?

Aber es macht mich auch ein wenig traurig, das zu sehen. Ich bin nicht reaktionär, aber dieser Trend der Vernetzung geht mir fast zu weit. Selbst von Antiquariaten, die es so schon schwerer als noch vor 15 Jahren haben, auf dem Markt zu bestehen, wird es erwartet, dass sie sich im Internet präsentieren, sei es auf Facebook oder mittels eines eigenen Blogs. Besser noch, mit beidem oder mehr.

Ich sehe darin neben der Gefahr der totalen Vernetzung auch die Zeit sich in diesem Netz verfangen. Wenn man derartiges allein macht, benötigt man über Gebühr viel Zeit und der Nutzen ist trotzallem meist gering.

Aber um noch ein paar Worte für meine Anfangsfrage zu verlieren. Ja, ich glaube, dass ein Autor, sofern er nicht gehörige Mittel aufbringen kann, auf anderen Wegen für sein Buch zu werben, diese Pfade einschlagen muss. Anders werden wir als potentielle Leser heute kaum noch auf einzelne Bücher aufmerksam – es fällt schwer, aus dem Wust, besser wäre wohl Lawine, an Neuerscheinungen, die uns wöchentlich überrollt, Bücher herauszupicken. Das ist schade und sollte zu denken geben. Denke ich…

Live. Love. Be. Believe.

Eure Shaakai

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2 Kommentare zu “Moderne Zeiten

  1. Ich finde es auch schade. Denn im Endeffekt findet das alles im Sitzen und ohne das tolle Gefühl einer Entdeckung statt, die man macht wenn man bei einem Spaziergang oder durch ein Gespräch auf irgendetwas aufmerksam wird. Wir werden sehen wo das hinführt. Viele Grüße, Cali

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