Buchkauf

Wenn ich in Buchhandlungen gehe, dann geschah das früher gern mal mit der Absicht, dort auch Bücher zu kaufen. Liegt ja nahe…

Aber seitdem ich vom Erwerb Neuerscheinungen doch eher Abstand nahm und mich „älterer“ Literatur zuwandte, besuchte ich Buchhandlungen nur aus dem Grunde, um entweder auf einem recht aktuellen Stand zu sein, was den Buchmarkt betraf, oder schlicht, weil es günstig Klassiker zu erwerben galt.

Seit einiger Zeit aber haben doch auch wieder Novitäten mein Interesse. Zum einen ist das meiner Aktivität auf einigen Buchleseplattformen geschuldet, auf denen ich mit meinem Wissen um die Werke Döblins oder Wildes nicht immer weit komme, zum anderen aber auch meinem Studium, wo ich ein fundiertes Wissen um den aktuellen Buchmarkt aufweisen sollte.

Wenigstens den aktuellen Buchpreisgewinner sollte man kennen. Wenn man dann noch sein Buch gelesen hatte, umso besser…

Dank einiger Leseproben, die ich mir vor einiger Zeit mal durchlas, bin ich doch auf ein paar augenscheinlich gute Neuerscheinungen aufmerksam geworden.
Aber sie zeigten mir auch etwas anderes: es gibt viel Unsinn, der zu einer großen Anzahl verlegt wird. Zuviel.
Wie soll man als Käufer, beziehungsweise potentieller Leser da den Überblick behalten und selektieren können? Ich möchte bestimmt nicht fast 20 Euro für ein Buch ausgeben, das gelinde gesagt purer Schrott ist.

So bin ich heute fast anderthalb Stunden in unserer kleinen Kleinstadtbuchhandlung herumgewuselt, habe festgestellt, dass diese Historienromanwelle (die mir zugegebenermaßen wirklich auf den Geist geht) immer noch nicht abgeflaut ist – anscheinend noch nicht genug angehende Femme Fatale im Mittelalter -, dass der Krimi-/Thrillermarkt boomt und dass es schwer ist, aus der Flut an belangloser Literatur das Körnchen rauszupicken.

So las ich erst 50 Seiten des Romans Harold eines anonymen Autor. Eine gute britische Satire, dem monty-python’schen Humor nicht ganz unähnlich. Aber auch wenn ich Monty Python und ihre Filme sehr schätze, in diesem Buch konnte es mich nicht überzeugen. Also nach 50 Seiten doch wieder ins Regal gestellt.

Rausgegangen bin ich schließlich mit 10 Euro weniger und Simon Becketts Roman Kalte Asche.
Warum? Ja, vielleicht weil mir die Covergestaltung gefiel, mir es eine Freundin empfahl und weil der erste Abschnitt so fesselnd ist.

Bei entsprechender Temperatur brennt alles. Holz. Kleider.
Menschen.

Live. Love. Be. Believe.

Eure Shaakai

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